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Aalbesatz

23. März 2012Liebe Aalfreunde!Hört man ältere Angler über Aale (nicht "Bindfäden") früherer Zeiten schwärmen, so wird deutlich, dass es kein Anglerlatein ist, wenn von dicken und langen Aalen und vor allem auch v i e l e n davon geredet wird. Übrigens bekommen wir Angler durch den VDSF Rückendeckung bei der Frage um den Aalrückgang:Read Moreder hat schon 2009 nicht uns Angler als "Aalkiller" ausgemacht, sondern wesentlich die Verkäufe von Glasaalen als Delikatesse an China, Spanien und Frankreich sowie Flussverbau und Turbinen auf den Wanderwegen. Inzwischen kümmert sich eine EU-Verordnung darum. Viele Personen, Verbände und Behörden gaben in Valencia im Oktober 2011 auf einer Tagung der SEG (Sustainable Eel Group = Nachhaltige Aalvereinigung) ihren Segen für europaweite Bemühungen um Nachhaltigkeit bei der Behandlung der Lebensbedingungen dieser beliebten Speisefische.Ein Limerick (Gedicht in speziell irischer Reimform) lässt sich über das Aalaufkommen in deutschen Gewässern aus:Ein Fischer sah mit Entsetzen:Kein einziger Aal in den Netzen.Sie wandern nicht mehr,wo kommen sie her?Da hilft nur noch eines: Besetzen!So eine Aalbesetzung - nicht die erste ihrer Art - fand wieder am 23. März 2012 im Land Brandenburg statt. Als Abgesandter der Petrijünger Kleinmachnow war unser Sportsfreund Luck Richter dabei. Unter wissenschaftlicher Leitung von Herrn Simon  wurden in einem Tankwagen neue Glasaale auf ihrem Weg von der französischen Atlantikküste bis nach Potsdam zum Anleger der "Weißen Flotte" am Hotel Merkur begleitet.Bei 7,8°C und guter Versorgung mit Sauerstoff aus Gasdruckflaschen haben die Aalkinder alles gesund überstanden und wurden schon von vielen Verteilern sehnlichst erwartet.Begrüßungsredner für die Besatzmaßnahme in diesem Jahr und auch Schirmherr war der Staatssekretär Rainer Bretschneider (Bild unten: 2. von links) vom brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Fachlich unterstützt wurde er durch Ronald Menzel (Bild unten: 1. von rechts), dem Vorsitzenden der "Initiative zur Förderung des Europäischen Aales".Auch die Presse, welche die Aktion bereits angekündigt hatte, war vertreten und durfte nun die kleinen, agilen Wasserflutscher in Augenschein nehmen. In der Menge sehen die kleinen etwa 7 cm langen Glasaale aus wie jene asiatischen Delikatessen, welche wir vielleicht als Schwalbennestersuppe (Salangane) oder Glasnudeln kennen. Somit kein Wunder, dass Chinesen u. Co. so versessen auf die Tierchen als Importware sind. Nun aber sollen die Kleinen in unseren Gewässern abwachsen dürfen. Die jüngeren Angler unter uns könnten dann in etwa 10 bis 15 Jahren einige von ihnen für ihren Angelhaken begeistern.Apropos die "Kleinen": Zwischen 3500 un 3600 dieser glasigen Würmchen bevölkern die Menge eines Kilogramms und kosten dabei um die 530 €. Daher wird genau abgewogen:Unter den vielen, welche die Aaljugend in durchschnittlich 20-25-Kg-Portionen auf unsere Gewässer verteilen sollten befand sich auch für den Bereich Potsdam Süd und Südost das IBAU Ing.- Büro für Aquakultur und Umwelttechnik, vertreten durch Herrn Hahlweg Junior (Bild unten). Begleitet von Luck Richter gab dieser dann insgesamt ca. 72.000 (also 20 Kg /10.600 €) Glasaalen kontingentweise in unseren Fließgewässern wie z. B. Nieplitz und Pfefferfließ die Freiheit wieder. Ausgesucht wurden zum Schutz vor Fressfeinden dazu Wasserorte mit Versteckmöglichkeiten wie Krautbänken und Schilffeldern.[Luck Richter]